Info Schutz Angebot Produkte Kontakt Impressum AGBs

Krebs

Unter Krebs versteht man das unkontrollierte Wachstum von Körperzellen, die dabei gesundes Gewebe verdrängen oder zerstören. Jedes Organ und jedes Gewebe des menschlichen Körpers kann von Krebs befallen werden. Krebs ist nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Dennoch ist nicht jeder Krebsverlauf tödlich, falls rechtzeitig eine Therapie begonnen wird, oder der Krebs erst in hohem Lebensalter auftritt und langsam wächst. Die derzeitige Heilungsrate bei allen Krebserkrankungen beträgt durchschnittlich 30 bis 40 %. Heutige Ansichten über Krebs gehen von einem Mehrstufenmodell der Krebsentstehung aus. Das ältere so genannte Dreistufenmodell gliedert sich dabei in die Phasen der Initiation, Promotion und der Progression. Nach einer Jahre bzw. Jahrzehnte dauernden Latenzphase zwischen dem initiatialen DNA-Schaden, also der Transformation einer einzelnen Zelle, kommt es erst zum nachweisbaren Tumor. Bis zu zehn verschiedene Mutationen müssen erfolgt sein. Einige dieser notwendigen Mutationen können vererbt werden, was erklärt, dass auch sehr kleine Kinder an Krebs erkranken können und dass Krebs in so genannten "Krebsfamilien" gehäuft auftreten kann. Ein typisches Beispiel dafür ist das vererbbare Xeroderma pigmentosum. Bei nahen Verwandten von Patientinnen mit Brustkrebs ist die Wahrscheinlichkeit, Brustkrebs zu bekommen doppelt so hoch wie in der übrigen Bevölkerung. In den dazwischen liegenden Schritten der Tumorentstehung (Promotion und Progression) spielen nichtgenotoxische Prozesse eine große Rolle, was Beobachter dazu verleiten könnte, diese Einflüsse als eigentliche "Krebserreger" einzustufen. Die eigentliche Malignität (bei malignen Tumoren) der entarteten Zelle wird in der Phase der Progression erreicht. In jüngerer Zeit wird statt des klassischen Dreistufenmodells von einem komplexen Mehrstufenmodell gesprochen (das nur zum Teil verstanden ist) und die Begriffe Promotion und Progression werden zunehmend vom Begriff der Co-Carcinogenese ersetzt. ;Man unterscheidet bei der Krebsentstehung und -entwicklung im Groben drei Phasen:

Krankheitserregende Ursachen können z. B. einzelne chemische Stoffe, ionisierende Strahlung (wie UV-Strahlung oder Röntgenstrahlung) sowie Viren, oder auch ein Zusammenwirken von chemischen und physikalischen Faktoren sein. Sie können beim Krebsgeschehen in allen drei Phasen wirksam werden:

 Elektromagnetische Felder und Krebs

Während ionisierende Strahlung eindeutig als krebserregend erkannt ist, ist der Einfluss von hochfrequenten Funkwellen noch umstritten. Etwas klarer sind die Verhältnisse bei niederfrequenten Magnetfeldern, bei denen ein schwacher Zusammenhang besonders zu Leukämie von Kindern gefunden wurde. Bei aktuellen Studien werden alle Aspekte der Krebsentwicklung untersucht, z. B. an zellulären Systemen die Möglichkeit der Genschädigung bzw. Zelltransformation oder man verfolgt die Krebsentwicklung bei genetisch manipulierten oder mit krebserregenden Stoffen Vorgeschädigten Tieren. Diese werden dabei einem Einfluss ausgesetzt, der bekanntermaßen einen Krebs auslösen (Initiator) und/oder dessen Wachstum fördern kann (Promoter). Es wird dann untersucht, ob durch zusätzliche Expositionen mit einem elektromagnetischen Feld ein Einfluss auf das Krebswachstum gefunden werden kann. Eine andere Möglichkeit sind epidemiologische Studien, wo z. B. die Krebshäufigkeit zwischen Mobilfunknutzern und darauf verzichtenden verglichen wird. All diese Methoden haben spezifische Vor- und Nachteile und durch die Komplexität der Modelle sind scheinbar widersprüchliche Forschungsergebnisse leider keine Ausnahme. Zusammenfassend lässt sich bisher noch kein konkreter Einfluss von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern auf das Krebsgeschehen beim Menschen nachweisen. Einigen wenigen Untersuchungen, bei denen bei vergleichsweise wenigen Fallzahlen statistisch schwache Einflüsse gefunden wurden, oder Ergebnissen von schlecht auf den Menschen übertragbaren Tierversuchen stehen viele Untersuchungen entgegen, welche keinen Einfluss gefunden haben.